Brauche ich einen Steuerberater und eine Gewerbeanmeldung?

Wenn Sie den gesamten Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage selbst verbrauchen, müssen Sie sich weder mit Steuern noch mit einer Gewerbeanmeldung beschäftigen. Im Normalfall werden Sie aber zumindest einen Teil des Stromertrages ins Netz einspeisen wollen, was Sie für das Finanzamt zum Unternehmer macht. Ihre Kommune kann das aber noch anders sehen, denn kleinere Photovoltaikanlagen bis 5 Kilowatt-Peak (kWp) auf selbst genutztem Wohneigentum sind gewöhnlich von der Gewerbeanmeldung befreit. Auch wenn Sie kein Gewerbe anmelden müssen, bleibt aber das Finanzamt im Spiel: Mit Ihrer Photovoltaikanlage nehmen Sie Geld ein, wie beispielsweise mit einer Vermietung auch. Diese Einnahmen müssen ebenso versteuert werden wie der selbst verbrauchte Strom, auf den Sie Umsatzsteuer zahlen müssen. Mit der sogenannten Kleinunternehmerregelung könnten Sie sich entscheiden, ob Sie Umsatzsteuer ausweisen möchten oder nicht, wenn ihr Jahresumsatz im ersten Jahr unter 22.000 € und im zweiten Jahr unter 50.000 € liegt. Jedoch bringt das Ausweisen der Umsatzsteuer neben etwas Arbeitsaufwand auch den Vorteil mit, dass Sie die Umsatzsteuer für die Installation der Photovoltaikanlage vom Finanzamt einfach erstattet bekommen. Natürlich kann ein Steuerberater bei diesen Fragen helfen, aber wer sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt, kann die notwendige Umsatzsteuer-Voranmeldung auch über das kostenlose Elster-Portal im Internet einreichen. In der jährlichen Einkommenssteuererklärung ist die Photovoltaikanlage dann schnell erledigt.