Photovoltaik-FAQ

Muss die Sonne immer scheinen, damit Strom erzeugt wird?

Natürlich hat eine Photovoltaikanlage den höchsten Ertrag bei direkter Sonneneinstrahlung, das ist völlig richtig. Die Sonne scheint aber immer, wenn es bei Ihnen hell ist – vielleicht nicht direkt, weil Wolken oder gar Regen im Weg sind, aber genug Licht kommt dennoch an. Und mit genau diesem Licht, sei es direkt oder diffus, erzeugen Photovoltaikanlagen Ihren Strom. Wenn wir Ihre Anlage berechnen, nutzen wir dafür in unserer Wirtschaftlichkeitsberechnung die durchschnittlichen Wetterdaten der letzten 5 Jahre, was auch die durchschnittliche Helligkeit mit einschließt. Sie brauchen also keine Sorge vor Wolken oder Regen zu haben, Ihre Rendite stimmt trotzdem. Und wenn ein Jahr doch freundlicher ist als erwartet, sparen Sie einfach mehr Geld.

Muss meine Dachfläche unbedingt nach Süden zeigen?

Früher mussten Photovoltaikanlage immer nach Süden ausgerichtet werden, um effektiv zu sein. Mit dem inzwischen deutlich höheren Wirkungsgrad und den viel günstigeren Preisen der Paneele aber ist das nicht mehr nötig. Stattdessen kann sich auch eine Ost-/West-Ausrichtung lohnen, da Sie so früher am Morgen und später in den Abend hinein noch Sonne auf der Anlage haben und somit einfach länger Strom erzeugen können. Auch lassen sich mit dieser Ausrichtung oft mehr Paneele unterbringen, da beide Seiten des Daches belegt werden können. Und letztlich kann es sogar sein, dass bei reiner Südausrichtung die Paneele zu warm werden und dann sogar weniger Strom erzeugen – was bei einer Ost-/West-Ausrichtung viel unwahrscheinlicher ist. Kurzum: Inzwischen spielt es kaum noch eine Rolle, in welche Richtung Ihre Photovoltaikanlage zeigt – rechnen kann sie sich fast immer.

Gehen Photovoltaikanlagen nach 20 Jahren kaputt?

Schon heute geben die Hersteller unserer PV-Module 20 Jahre Garantie – das ist schon eine ganz schön lange Zeit und liegt weit über der Amortisationsfrist Ihrer Anlage. Aber der Ablauf der Garantie heißt natürlich nicht, dass Ihre Anlage kaputt geht und Sie keinen weiteren Ertrag mehr haben. Tatsächlich sind PV-Module sehr solide Technik ohne bewegliche Teile, sodass es auch nicht verwunderlich ist, wenn Anlagen noch 10 oder sogar 20 Jahre über den Garantiezeitraum hinaus Strom erzeugen werden. Und wenn die Module dann doch irgendwann kaputt gehen sollten, müssen Sie sich auch keine Gedanken über das Recycling machen. Denn die Hersteller bzw. Importeure der Module sind nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) dazu verpflichtet, ihre ausgedienten PV-Module unter zumutbaren Bedingungen zurückzunehmen. Die Module sind dann übrigens auch kein Elektroschrott, sondern es können bis zu 95% der wertvollen Stoffe wie Glas, Aluminium und Halbleitermaterialien recycelt werden.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage überhaupt ohne hohe Einspeisevergütung?

Während die Preise für PV-Module in den letzten Jahren rapide gefallen sind, steigt der Strompreis langsam aber stetig weiter an. Gleichzeitig erhöht sich der Strombedarf in den Haushalten immer weiter, nicht nur durch den üblichen Stromverbrauch sondern auch durch die Verwendung von Wärmepumpen, Klima- oder Lüftungsanlagen und dem Aufladen von Elektroautos und Plugin-Hybriden. Wenn dann der eigene Verbrauch auch mit selbst hergestelltem Strom zum Preis von etwa 8 bis 10 Cent bedient werden kann und man nicht für 30 Cent vom Netzbetreiber kaufen muss, ist das Einsparpotenzial klar. Das heißt aber auch: während früher der Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage fast ausschließlich ins Stromnetz eingespeist und mit hohen Beträgen vergütet wurde, lohnt sich heute der Eigenverbrauch sogar mehr. Wir erstellen mit einem Angebot für Ihre Photovoltaikanlage grundsätzlich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung mit, die genau auf Ihre Bedingungen optimiert ist und Ihnen klar zeigt, wann Ihre Investition sich gerechnet hat. Aktuell liegen wir dabei gewöhnlich zwischen 10 und 12 Jahren, sodass Sie allein bis zum Garantieende der PV-Module 8 bis 10 Jahre einfach Geld verdienen können, oft sogar weit darüber hinaus.

Brauche ich einen Steuerberater und eine Gewerbeanmeldung?

Wenn Sie den gesamten Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage selbst verbrauchen, müssen Sie sich weder mit Steuern noch mit einer Gewerbeanmeldung beschäftigen. Im Normalfall werden Sie aber zumindest einen Teil des Stromertrages ins Netz einspeisen wollen, was Sie für das Finanzamt zum Unternehmer macht. Ihre Kommune kann das aber noch anders sehen, denn kleinere Photovoltaikanlagen bis 5 Kilowatt-Peak (kWp) auf selbst genutztem Wohneigentum sind gewöhnlich von der Gewerbeanmeldung befreit. Auch wenn Sie kein Gewerbe anmelden müssen, bleibt aber das Finanzamt im Spiel: Mit Ihrer Photovoltaikanlage nehmen Sie Geld ein, wie beispielsweise mit einer Vermietung auch. Diese Einnahmen müssen ebenso versteuert werden wie der selbst verbrauchte Strom, auf den Sie Umsatzsteuer zahlen müssen. Mit der sogenannten Kleinunternehmerregelung könnten Sie sich entscheiden, ob Sie Umsatzsteuer ausweisen möchten oder nicht, wenn ihr Jahresumsatz im ersten Jahr unter 22.000 € und im zweiten Jahr unter 50.000 € liegt. Jedoch bringt das Ausweisen der Umsatzsteuer neben etwas Arbeitsaufwand auch den Vorteil mit, dass Sie die Umsatzsteuer für die Installation der Photovoltaikanlage vom Finanzamt einfach erstattet bekommen. Natürlich kann ein Steuerberater bei diesen Fragen helfen, aber wer sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt, kann die notwendige Umsatzsteuer-Voranmeldung auch über das kostenlose Elster-Portal im Internet einreichen. In der jährlichen Einkommenssteuererklärung ist die Photovoltaikanlage dann schnell erledigt.

Löscht die Feuerwehr mein Haus auch mit Photovoltaikanlage?

Sie brauchen sich auch mit einer Photovoltaikanlage keine Sorgen machen: Die Feuerwehr löscht selbstverständlich auch Brände in einem Haus mit PV-Anlage. Inzwischen sind die Feuerwehrleute schon erfahren und ausreichend geschult im Umgang mit den Anlagen und wissen, wie sie sich selbst schützen können, ohne den Brand weniger energisch zu bekämpfen. Dazu gehört zum Beispiel, dass beim Ankommen zuerst geschaut wird, ob eine PV-Anlage vorhanden ist und wenn ja wird diese am möglichst gut zugänglichen Wechselrichter getrennt. Aber auch trotz anliegender Spannung wäre das Löschen eines brennenden Hauses mit Vollstrahl aus fünf Metern Abstand möglich, mit einem Sprühstrahl bereits ab einem Meter. Aufgrund der Elektrizität werden sicherheitshalber überflutete Bereiche gemieden und ein Sicherheitsabstand von einem Meter zu potentiell spannungsführenden Anlageteilen eingehalten. Die Gefahr, dass Photovoltaikanlage selbst einen Brand verursachen, ist übrigens äußerst gering und unterscheidet sich kaum von anderen Elektroinstallationen.